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Spaß am Lernen

Schon lang steht fest: Das Auswendiglernen von schulischen Inhalten, die ein Lehrer in Form des Frontalunterrichts referiert, ist nicht der richtige Weg, die Schülerinnen und Schüler auf ein selbstständiges Leben vorzubereiten. Aus diesem Grund gibt es „SOL – Selbstorganisiertes Lernen“, ein Ansatz, der den Lehrenden Methoden und Lernkompetenzen vermittelt, um die Schüler langfristig dazu zu bewegen, ihre Lernprozesse selbst zu organisieren. Die Stiftung Standortsicherung Kreis Lippe ermöglicht jetzt 25 Lehrenden des Lüttfeld Berufskollegs eine Schulung durch das SOL-Institut.

SOL-Trainerin Christina Lohr weiß genau, warum selbstorganisiertes Lernen der geeignete Weg ist: „Lernen ist ein selbstorganisierter Prozess, den Lebewesen immer wieder aufs Neue hervorragend meistern. Das Gehirn des Menschen ist im Besonderen dafür gemacht. Bildungseinrichtungen müssen sich der Herausforderung stellen, diesen natürlichen Prozess mit den gesellschaftlich relevanten Zielen zu verbinden“. Im Rahmen des ersten SOL-Seminars hat Lohr die 25 Lehrerinnen und Lehrer aus unterschiedlichen Bildungsgängen des Berufskollegs bereits in die wissenschaftstheoretischen Hintergründe eingeführt und erste Arbeitstechniken vermittelt. In zwei weiteren Seminarblöcken wird sie mit ihnen das Wissen vertiefen und die Techniken erproben.
Manfred Kreisel, Leiter des Berufskollegs, ist überzeugt von der Idee und vor allem der Nachhaltigkeit der SOL-Schulung: „Selbstorganisiertes Lernen kommt sowohl den Schülerinnen und Schülern als auch den Lehrenden zugute. Die Schüler erhalten im Rahmen des Unterrichts Handlungskompetenzen für ihr späteres Berufsleben und die Lehrer werden in ihrem täglichen Unterrichtsalltag entlastet“.



„Es ist von großem Vorteil, das Verantwortungsbewusstsein der Schülerinnen und Schüler für das eigene Lernen und Fortkommen frühstmöglich zu schärfen“, begründet Geschäftsführerin Dr. A. Heinrike Heil (hinten rechts im Bild) die Förderung durch die Stiftung Standortsicherung.
Besonders wichtig sei jedoch auch, dass die Schülerinnen und Schüler das Lernen wieder als Geschenk und nicht als Pflicht ansähen. „Dazu gehört auch, dass der Spaß am Lernen wieder Einzug in die Klassenzimmer hält“, betont Lohr (hinten links im Bild).
Bereits im Rahmen des ersten Seminarblocks haben auch Lehrende des Felix-Fechenbach-Berufskollegs und des Dietrich-Bonhöffer-Berufskollegs in Detmold einen Einblick in SOL erhalten. „Im Anschluss an ihre Ausbildung werden unsere Lehrenden dann als Multiplikatoren in und für andere Schulen in Lippe dienen“, informiert Kreisel über einen weiteren Mehrwert des Projekts. Die zweite Schulung durch SOL-Trainerin Lohr wird im Dezember dieses Jahres, die dritte Anfang nächsten Jahres stattfinden.

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