Wettbewerb Musikvermittlung
Die Hochschule für Musik Detmold schrieb 2010 wieder einen neuen Wettbewerb für besonders begabte Studierende aus. Dabei sollten neben der künstlerischen Exzellenz der Studierenden, die in einem musikalische Vortrag geprüft wurde (20 Minuten), ebenfalls die Fähigkeit der Musikvermittlung durch eine verbalen Vortrag (5 Minuten) beurteilt. Der Wettbewerb war angebunden an die von der Stiftung Standortsicherung mitfinanzierte Stiftungsprofessur für Musikvermittlung (Prof.in Janina Schäfer). Ausgelobt wurden Preisgelder von insgesamt 6.000 €. Der erste Preis (3.000 €) wurde durch die Stiftung Standortsicherung finanziert. Die Preise sollen jährlich vergeben werden. Der Wettbewerb „Musikvermittlung“ wurde erstmalig im Jahr 2009 ausgeschrieben.
Die Preisverleihung fand am 19. und 20. April 2010 an der HfM Detmold statt. In dem Wettbewerb stellten sich 12 Studierende bzw. Ensembles einer besonderen Aufgabe: Neben der künstlerischen Präsentation eines selbst gewählten Werkes mussten die Teilnehmer das Publikum an die gespielte Komposition heranführen.
In die Finalrunde gelangten vier Beiträge, die von der Jury und dem Publikum bewertet wurden: Den 1. Preis über 3.000 EUR, vergeben von der Stiftung Standortsicherung durch den Landrat Friedel Heuwinkel, erhielt die Sängerin Esther Mertel, die in einer spritzigen Parodie zwischen der Inspizientenrolle an einer Bühne und der anspruchsvollen "Zerbinetta" aus Richard Strauss "Ariadne auf Naxos" wechselte.
Prof. Martin C. Vogel, Landrat Friedel Heuwinkel und die Jurymitglieder gratulieren der 1. Preisträgerin Esther Mertel.
Der 2. Preis über 2.000 EUR, vergeben von der Hochschulstiftung, wurde geteilt. Er ging an den Gitarristen Marius Heuser, der die avantgardistische Komposition "Invarianten" (1979) von Karlheinz Zarius durch eindrückliche Erläuterungen näher brachte, und an Maria Pönicke, die halbszenisch die zwischenmenschliche Aktualität zweier Hugo-Wolf-Lieder herausarbeitete. Mit dem 3. Preis in Höhe von 1.000 EUR, ebenfalls vergeben von der Hochschulstiftung, wurde Eva-Maria Binkle ausgezeichnet, die anhand von drei anspruchsvollen Kompositionen für Oboe solo aus der Feder Antal Dorátis unterschiedliche Vermittlungswege aufzeigte - die Interpolation des Notentextes mit erfundenen programmatischen Inhalten, die Assoziationstechnik durch einen "Liebesbrief-Generator" und die Synchronisierung durch "Verbildlichung" der Musik.
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Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Hochschule für Musik Detmold.
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