Fit für die Zukunft
Umgangsformen sind entscheidend für eine erfolgreiche Integration in die Gesellschaft. Nicht umsonst rechnen wir Mitmenschen „gute“ und „schlechte“ Umgangsformen zu. Besonders jugendliche Schulabgänger können sich mit sicheren Umgangsformen in Sachen Kommunikation und Outfit größere Chancen bei der Arbeitssuche eröffnen. Aus diesem Grund hat die Stiftung Für Lippe in 2007 das Projekt „Mit guten Umgangsformen zum Erfolg!“ ins Leben gerufen. Durch die Teilnahme an Seminaren im Klassenverband soll Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine gute Basis für ihr weiteres Leben vermittelt werden.
Im vergangenen Jahr gab es im Projekt zwei wichtige Veränderungen: Neben dem Kooperationspartner Oliver Fricke von der gleichnamigen Tanzschule in Detmold ist nun auch Margret Hey von der Tanzschule aus Lemgo als Kooperationspartnerin mit an Bord. „Das Projekt hat mich sofort überzeugt. Wir können dazu beitragen, die Chancen der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler auf einen reibungsloseren Übergang in das Arbeitsleben langfristig zu verbessern“, freut sich Hey über die Kooperation.
„Zudem musste sich nach Änderungen in den Fördervorgaben die Agentur für Arbeit Detmold aus der Finanzierung zurückziehen“, informiert Rainer Giesdorf, Vorsitzender des Stiftungsvorstands weiter. Die Agentur hatte zuvor rund die Hälfte der Fördersumme getragen. „Da die Stiftung ‚Für Lippe‘ nicht allein die nötige Fördersumme aufbringen kann, ist seit dem Jahr 2011 eine Eigen-beteiligung an den Seminaren in Höhe von insgesamt 9 Euro pro Schüler erforderlich“, fügt Uwe Terwonne hinzu, der das Projekt für die Stiftung betreut. „Wir hätten sehr gern den Schulen die Seminare auch weiterhin kostenlos angeboten. Das kann die Stiftung Für Lippe jedoch nicht alleine leisten“, so Terwonne weiter. „Wir sind von der besonders nachhaltigen positiven Wirkung auf die berufliche Zukunft der Teilnehmerinnen und Teilnehmer überzeugt. Aus diesem Grund möchten wir an diesem Projekt auch unter den veränderten Bedingungen festhalten“, bekräftigt Giesdorf.
Das Seminarprogramm umfasst die Bereiche der Kommunikation, so zum Beispiel das Begrüßen, Vorstellen und Bekanntmachen, die Bereiche Outfit, Tischmanieren sowie Umgang mit dem Handy.
„Im Laufe der Seminare erkennen viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu-nehmend, wie entscheidend gute Umgangsformen in ihrem täglichen Leben sind“, berichtet Fricke von seinen langjährigen Erfahrungen.
Fricke und Hey setzen in den Seminaren auf viel Praxisbezug: „Nur so können die Schülerinnen und Schüler wirklich verstehen, warum es für sie so wichtig ist, sich gute Umgangsformen anzueignen“, wissen beide ganz genau.
In der Regel finden die Veranstaltungen in den Schulen statt. Nach Abschluss erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Urkunde der Stiftung, mit der sie zum Beispiel ihre Bewerbungsunterlagen ergänzen können.
