Unsere Grundsätze guter Stiftungspraxis

Was lieferte uns die Basis zu unseren Grundsätzen guter Stiftungspraxis?

Auf dem Deutschen StiftungsTag 2006 in Dresden einigten sich die Mitglieder des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen auf Grundsätze für Qualität in der Stiftungsarbeit. Als erste Gruppierung im gemeinnützigen Sektor gaben sich die Stiftungen damit einen inhaltlich umfassenden Rahmen für die Gestaltung ihrer jeweiligen Organisation und ihrer Arbeit.

"Dieser Orientierungsrahmen soll unterstützen bei der uneigennützigen Verwirklichung des Stifterwillens. Und er soll zur Effizienz und - insbesondere mit dem klaren Bekenntnis zu Transparenz - auch zur gesellschaftlichen Akzeptanz der Stiftungsarbeit beitragen", erklärt Dr. Hans Fleisch, Generalsekretär des Bundesverbandes.

Die Grundsätze sind vergleichbar mit Codes für Stiftungen in anderen Ländern, z.B. der Schweiz. Auch auf europäischer Ebene werden entsprechende Entwürfe diskutiert. Qualitätsstandards zumindest für Teilbereiche des Wirkens gewinnen auch in anderen Teilen des gemeinnützigen Sektors an Bedeutung. So vergeben das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) und der Deutsche Spendenrat für spendensammelnde Organisationen ein Spenden-Siegel, ferner gibt es ein Gütesiegel für Bürgerstiftungen.

Die Grundsätze guter Stiftungspraxis des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen sowie die im europäischen Rahmen durch das European Foundation Centre adressierten Principles of Good Practice haben einige der großen deutschen Stiftungen u.a. die VolkswagenStiftung zum Anlass genommen den Transparenzgedanken weiterzuentwickeln. Daraus entstanden sind 20 Prinzipien guter Stiftungspraxis, die Standards unter den größeren deutschen Stiftungen definieren und zusätzlich über die gelebte Praxis verbindlich informieren.

Auf diesen beiden Vorarbeiten setzen die Grundsätze guter Stiftungspraxis der Stiftung Standortsicherung auf. Zahlreiche Punkte sind direkt in der Satzung geregelt und wurden insofern nicht nochmals aufgenommen. Andere treffen nicht auf die Stiftung Standortsicherung zu, da der Kreis Lippe und nicht eine Privatperson Stifter war. Darüber hinaus engagiert sich die Stiftung Standortsicherung aber auch als Treuhänder, so dass die Grundsätze auch auf diese Stiftungen ausgedehnt wurden.

Unsere Grundsätze guter Stiftungspraxis

Präambel
Die Gründung von Stiftungen ist lebendiger Ausdruck von Freiheit und Verantwortung der Bürger. Stiftungen engagieren sich auf vielfältige Weise in zentralen gesellschaftlichen Feldern. Die gesellschaftliche Bedeutung und Funktion von Stiftungen muss sich widerspiegeln in einer verantwortungsvollen Ausführung der von den treuhänderisch wirkenden Stiftungsorganen übernommenen Verpflichtungen.
Die Grundsätze sollen über die Stiftungssatzung hinaus Stiftungsorganen, Stiftungsverwaltern, Stiftungsmitarbeitern sowie potentiellen Stiftern als Orientierung dienen. Insbesondere sollen sie das Bewusstsein aller Beteiligten für die angemessene Transparenz bei der Zweckverwirklichung, die Effizienz der Mittelverwendung und die Verwaltung der von der Stiftung Standortsicherung treuhänderisch verwalteten Stiftungen schärfen.

Verwaltung

  • Die Stiftungsorgane handeln in Übereinstimmung mit der Satzung und den geltenden Gesetzen. Sie verstehen sich als Treuhänder des im Stiftungsgeschäft und in der Stiftungssatzung formulierten Stifterwillens sowie des Stiftungsvermögens. Sie verwirklichen den Stiftungszweck nach bestem Wissen und Gewissen.
  • Die Mitglieder der Stiftungsorgane handeln informiert, integer und verantwortungsvoll. Ehrenamtlich tätige Organmitglieder sind trotz ihrer übrigen Verpflichtungen bereit, die erforderliche Zeit und Sorgfalt für die Stiftungsarbeit zur Verfügung zu stellen. Die Mitglieder des beratenden Kuratoriums sind grundsätzlich unabhängig vom für die operative Tätigkeit verantwortlichen Stiftungsrat. Sie werden umfassend und wahrheitsgemäß informiert.

Zweckverwirklichung

  • Die Ressourcen werden ausschließlich zur Verwirklichung der satzungsgemäßen Zwecke genutzt.
  • Fördersuchende betrachten wir als unverzichtbare Partner zur Verwirklichung der Stiftungszwecke.
  • Die Stiftung fördert den Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit mit anderen Stiftungen.
  • Für die Stiftung ist Transparenz Ausdruck der Verantwortung von Stiftungen gegenüber der Gesellschaft und ein Mittel zur Vertrauensbildung.
  • Über die Aktivitäten der Stiftung wird periodisch berichtet.
  • Eine intensive Begleitung und Evaluation der Projekte sichern die bestmögliche Zweckverwirklichung.

Finanz- und Rechnungswesen

  • Das Stiftungsvermögen ist in seiner nachhaltigen Ertragsfähigkeit zu erhalten. Das Rechnungswesen bildet die wirtschaftliche Lage der Stiftung zeitnah, vollständig und sachlich richtig ab. Die Verwaltungsausgaben bewegen sich in einem angemessenen Rahmen.
  • Die Stiftungsbehörde erhält jährlich einen Bericht über die Erfüllung des Stiftungszwecks sowie eine Jahresrechnung. Das Finanzamt erhält diese Informationen ebenfalls regelmäßig.
  • Die Rechnungslegung erfolgt nach allgemein anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen. Sie wird durch ein Wirtschaftsprüfungsunternehmen geprüft und testiert.
  • Stiftungsrat und Geschäftsführung nehmen gemeinsam den Bericht der Wirtschaftsprüfer entgegen.
  • Die Anlage des disponiblen Stiftungsvermögens folgt den Grundsätzen der Risikodiversifizierung. Die Stiftung lässt sich bei der Vermögensanlage durch Fachleute beraten.
  • Der Zahlungsverkehr wird transparent gestaltet.

 

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Es ist das Jahr 2050. Menschen beginnen, den unerforschten Planeten „Dino Terra“ zu besiedeln. Raffael, Elena und Laurin wohnen in der Stadt Pax und brechen von dort zu spannenden Expeditionen auf. Der Kinderbuchautor Fabian Lenk hat vom 7. bis zum 11. Mai auf Einladung der Stiftung „Für Lippe“ im Rahmen des Projekts „Lippe liest“ an zehn lippischen Grundschulen gelesen.

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Am Freitag, 23. April 2012 fand das Richtfest der Musik-KiTa der Hochschule für Musik statt. Damit ist ein wichtiger Abschnitt des Baus bereits absolviert. Die Musik-KiTa wird voraussichtlich am 01. August 2012 fertiggestellt und ihre Arbeit aufnehmen. Aktuell wird nach einem/-er geeigneten Elementarmusikpädagogen/-in gesucht.