Idee und Stifter
Die gemeinnützige Stiftung Standortsicherung Kreis Lippe wurde am 19. Juli 2001 in Detmold vom Kreis Lippe als privatrechtliche Stiftung gegründet.
Der Kreis Lippe war neben den Landkreisen Holzminden, Hameln-Pyrmont und Schaumburg Gesellschafter der Elektrizitätswerke Wesertal GmbH mit einem Geschäftsanteil von 46%. Nach der Verabschiedung des Gesetzes zur Neuregulierung des Energiewirtschaftsrechts waren grundlegende Neuausrichtungen in dieser Branche erkennbar. Durch die zunehmende Internationalisierung waren die regionalen Energieversorgungsunternehmen zudem gezwungen, sich am Markt neu zu orientieren, um zum Beispiel durch strategische Partnerschaften ihre Position am Markt langfristig zu sichern.
Vor diesem Hintergrund hatten sich die vier ehemaligen Wesertalgesellschafter darauf verständigt, zur Aufnahme eines strategischen Partners Geschäftsanteile abzugeben, und zwar in einer Bandbreite zwischen 50 bis 100 %. Mit dem Kauf- und Privatisierungsvertrag vom 9. September 1999 haben deshalb der Kreis Lippe und die übrigen kommunalen Gesellschafter ihre Geschäftsanteile an der Elektrizitätswerke Wesertal GmbH an die Fortum AG aus Finnland verkauft.
Auf Initiative des lippischen Landrats Friedel Heuwinkel sollte der Kapitalstamm der Verkaufserlöse nicht für eine Entschuldung des Kreishaushaltes oder zur Finanzierung laufender Verwaltungsaufgaben eingesetzt werden. Ziel der weiteren finanzpolitischen Überlegungen und Entscheidungen des Kreises Lippe war es vielmehr, den Verkaufserlös in seiner Substanz dauerhaft zu erhalten und das Kapital langfristig im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten der kommunalen Haushaltswirtschaft anzulegen.
Mittelpunkt der Überlegungen war eine beabsichtigte Strukturförderung in den Bereichen Wirtschaft, Bildung und Wissenschaft in der Region Lippe, die mittel- und langfristig auch zu einer Stärkung des Standortes und damit auch zu einer Entlastung der kommunalen Haushalte führen soll. Leitidee war dabei die Überzeugung, dass in der Wirtschaftsförderung zunehmend Handlungsfelder an Bedeutung gewinnen, die an weichen Standortfaktoren wie Innovation, Technologietransfer, regionale Vernetzung und Kooperation sowie dem regionalen Bekanntheitsgrad und Image anknüpfen und deshalb dazu beitragen können, die Attraktivität und damit den Wirtschaftsstandort Lippe zu verbessern. Als mögliche Form zur Umsetzung dieser Ideen stellte sich sehr schnell die örtliche oder kommunale Stiftung als der erfolgversprechendste Weg heraus.
Die ausführliche Beschreibung des langen Wegs zur Stiftungsgründung finden Sie hier.
Unsere Satzung können Sie hier abrufen. Der Jahresbericht ist ebenfalls online.
