Unter anderem mit zwei Stiftungsprofessuren hat die Stiftung Standortsicherung Kreis Lippe die Hochschule Ostwestfalen-Lippe unterstützt. Friedel Heuwinkel, Stiftungsratsvorsitzender, und Prof. Tilmann Fischer, der Präsident der Hochschule OWL, konnten in einer gemeinsamen Pressekonferenz eine erfreuliche Bilanz ziehen und auf die erfolgreiche Arbeit der beiden Stiftungslehrstühle verweisen: hier die Stiftungsprofessur 'Feinsystemtechnik' am Fachbereich 'Maschinentechnik und Mechatronik' mit Prof. Dr. Jian Song, dort die Stiftungsprofessur 'Holzbauproduktion' am Fachbereich 'Produktion und Wirtschaft' mit Prof.'in Katja Frühwald. „Die Stiftungsprofessuren sind Ausdruck des Vertrauens von Wirtschaft und Politik in die Leistungsfähigkeit der Hochschule,“ freut sich Prof. Tilmann Fischer über ein gutes Beispiel für die enge Zusammenarbeit von Hochschule und Wirtschaft zusammen mit der Stiftung zum Wohle der Region.
Ostwestfalen-Lippe ist in Europa das Zentrum der elektrischen und elektronischen Verbindungstechnik. Zwei Weltmarktführer haben in Lippe ihren Stammsitz, diese Firmen sind laufend auf hochqualifizierte Nachwuchskräfte angewiesen. Ein entsprechendes Lehrangebot gab es in der Region jedoch nicht. Um hier Abhilfe zu leisten und den Standort weiterhin attraktiv zu gestalten, hat die Stiftung Standortsicherung zusammen mit der Firma Phoenix Contact, Blomberg, im Jahr 2001 eine Stiftungsprofessur für Feinsystemtechnik an der Hochschule OWL eingerichtet. Die beiden Partner haben zusammen für fünf Jahre die Professur und den Aufbau eines Labors für das Lehrgebiet Feinsystemtechnik im Rahmen eines Studienschwerpunktes "Fein- und Mikrotechnische Systeme" mit jährlich 150.000 Euro finanziert. Nach den fünf Jahren wird die Professur nun von der Hochschule weitergeführt. Mit dieser Stiftungsprofessur entstand ein direkt auf die regionale Wirtschaft zugeschnittener Kompetenzbereich, der für die Unternehmen von großer Bedeutung ist und der im weiteren Umkreis von keiner anderen Hochschule angeboten wurde.
In den letzten 10 Jahren ist an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe im Fachbereich Produktion und Wirtschaft erfolgreich der Studiengang Holztechnik aufgebaut worden. Zunächst wurde er durch drei Professuren mit Schwerpunkt Möbel abgedeckt. Auf Anregung und mit Unterstützung der Wirtschaft in OWL, u. a. der Firmen Jowat und Wemhöner, wurde eine Stiftungsprofessur für das Lehrgebiet Holzbauproduktion eingerichtet. Sie wurde gemeinsam mit den o.g. Unternehmen und der Stiftung Standortsicherung über drei Jahre mit insgesamt 285.000 Euro gefördert. Mit der Professur wurde im Holztechnikstudium neben dem Möbelbau ein deutlicher Schwerpunkt auf das Gebiet Holzbauproduktion gelegt. Ab Wintersemester 2009/10 können so im Bachelorstudium Holztechnik vier Studienschwerpunkte angeboten werden (Holzbauproduktion, Industrielle Produktion, Möbelbau und -entwicklung, Innenausbau). Ende 2008 ist die Anschubfinanzierung über drei Jahre für die Stiftungsprofessur Holzbauproduktion ausgelaufen. Rückblickend betrachtet, sind die mit der Einrichtung der Professur verfolgten Ziele erreicht worden. Die Stiftungsprofessur ist eine wichtige Erweiterung des Lehr- und Forschungsangebotes des Studienganges Holztechnik und bildet einen bedeutenden Baustein auf dem Weg zu einem international bekannten Ausbildungs- und Forschungsstandort im Bereich Holztechnik.
„Die Wirtschaft in OWL unterstützte die Einrichtung der beiden Professuren nachhaltig, da hierin eine Möglichkeit gesehen wird, international geschulte Nachwuchskräfte für die Unternehmen zu gewinnen und die Forschungsaktivitäten zu intensivieren,“ freut sich Landrat Friedel Heuwinkel, Stiftungsratsvorsitzender der Stiftung Standortsicherung, über das gemeinsame Engagement für die Region.
 v.l. Prof. Tilmann Fischer, Präsident der Hochschule OWL, Prof.'in Katja Frühwald, Prof. Dr. Jian Song und Landrat Friedel Heuwinkel, Stiftungsratsvorsitzender.
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