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Auf Tauchstation im Umweltzentrum Heerser Mühle

Seit dem Frühjahr 2009 liefen die Arbeiten an dem Großprojekt 'Teichfenster' auf dem Gelände des Umweltzentrums Heerser Mühle in Bad Salzuflen. Jetzt ist die Anlage fertiggestellt und ermöglicht einen Einblick in die heimische Unterwasserwelt. „Die neue Anlage der Unterwasser-Beobachtungsstation trägt dazu bei, die Erhaltenswürdigkeit unserer Kleingewässer mit ihrer überraschenden Vielfalt an Leben sichtbar zu machen,“ erläutert Sylvia Ostmann, Beiratsvorsitzende der Umweltstiftung Lippe, die das Projekt finanziert hat.

Die Unterwasserstation ist ein Fenster zur Natur. Sie ermöglicht Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen einen Einblick in die heimische Unterwasserwelt, in ein natürliches Ökosystem. „Durch die mittlerweile zahlreichen Großaquarien und Fernsehbeiträge ist heute vielen Menschen die Wasserwelt eines tropischen Korallenriffes vertrauter als die eines heimischen Gewässers,“ erläutert Ulrich Kamisky, Geschäftsführer des Umweltzentrums Heerser Mühle, die Motivation für den Bau des Teichfensters. Mit dem Teichfenster erhält das Umweltzentrum eine neue, in der Region einzigartige Attraktion. Anders als in einem Aquarium sind in einem Teich nicht alle hier lebenden Arten jederzeit auf den ersten Blick sichtbar. Das macht die Unterwassersafari im Umweltzentrum um so spannender, denn ein vergleichbares Abenteuer kann man sonst nur aus einer Taucherglocke oder in einem U-Boot erleben.
Der Einblick in die geheimnisvolle Welt unter Wasser wird, je nach Jahreszeit, etwa ein bis vier Meter betragen. Neben den heimischen Fischarten wie Stichling und Moderlieschen, kann man auch andere Wasserbewohner, zum Beispiel den heimischen Krebs, Frösche und Kröten sowie zahlreiche Wasserinsekten beobachten. Eine besondere Attraktion wären tauchende Wasservögel oder der auch im Umweltzentrum vorkommende Eisvogel, der im Teich auf Jagd nach Fischen gehen könnte. Die neue Anlage befindet sich in direkter Nachbarschaft zu drei bereits bestehenden Teichen. Der neue Teich ist bis zu 1,50 Meter tief, das Sichtfenster besteht aus 3,5 cm starkem Sicherheitsglas, denn es muss einem Wasserdruck von über 1 Tonne standhalten. Um eine bessere Sicht durch das Fenster zu ermöglichen, ist der Bereich mit einer ca. 3 x 3 m großen Dachkonstruktion, incl. Dachbegrünung, versehen.

Die Arbeiten wurden zum einen ausgeführt von den Teilnehmern, die im Rahmen von Arbeitsgelegenheiten im Umweltzentrum beschäftigt sind. Beschäftigungsträger der Maßnahme ist der Verein awb e.V., initiiiert und gefördert von der Netzwerk Lippe gGmbH (Lippe pro:arbeit). Zum anderen wurden die Arbeiten von den Mitarbeitern des Umweltzentrums (Mitarbeiter, Zivildienstleistende, Freiwilliges ökologisches Jahr, Praktikanten) ausgeführt. Unterstützt wurde das Projekt von der Stadt Bad Salzuflen und der Firma Glas Korte. Die Finanzierung der Sachkosten hat die Umweltstiftung Lippe übernommen.

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BUZ: Ulrich Kaminsky, Geschäftsführer Umweltzentrum Heerser Mühle, und Sylvia Ostmann, Beiratsvorsitzende Umweltstiftung Lippe, werfen einen ersten Blick durch das Teichfenster.

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