Im Rahmen des bundesweiten Bildungsprogramms "Lernen vor Ort" stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) dem Kreis Lippe in den nächsten drei Jahren rund 1,9 Mio. Euro Fördergelder für Investitionen in die Bildungsstruktur bereit. Mit einer Auftaktkonferenz der Steuerungsgruppe und aller Mitarbeiter, die im Rahmen des Programms Ihre Arbeit aufgenommen haben, hat der Kreis Lippe jetzt den Startschuss für die Umsetzung des Programms gegeben.
Als eine von 40 bundesdeutschen und acht Regionen aus NRW hatte Lippe im Juni dieses Jahres im Rahmen des BMBF-Förderprogramms "Lernen vor Ort" den Zuschlag für das vorgelegte Umsetzungskonzept erhalten. Insgesamt hatten sich 150 Kreise und kreisfreie Städte für das zweistufige Verfahren beworben. Beim dem Programm kooperieren auch insgesamt 113 Stiftungen mit dem BMBF. In Lippe unterstützt die Stiftung Standortsicherung die Region bei dem Vorhaben.
"Im Rahmen eines umfangreichen Bewerbungsverfahrens konnten wir qualifizierte Fachkräfte für das Programm Lernen vor Ort gewinnen," so der Landrat, der die insgesamt 19 Mitwirkenden auf dem Sanderhof in Dörentrup begrüßte. "Mit dem Rückenwind der Fördergelder aus Berlin und dem erfahrenen Personal wird es uns gelingen, unsere Bildungsregion zum Wohl der Menschen noch besser zu positionieren und damit zur Zukunftsfähigkeit des Standortes Lippe beizutragen."
Die Mitarbeiter werden in vier verschiedenen Handlungsfeldern eingesetzt. Für das Feld "Bildungsmonitoring und -beratung" ist das Bildungsbüro unter der Leitung von Horst Tegeler verantwortlich, das Handlungsfeld "Familienbildung/Elternarbeit" übernimmt das Jugendamt Lippe unter der Leitung von Karl-Eitel John. Für die Bereiche "Bildungsübergänge" und "Wirtschaft/Technik" wird die Lippe Bildung eG unter der Leitung von Markus Rempe verantwortlich sein. Die Gesamtverantwortung für das Programm übernimmt Hans Böke, Fachbereichsleiter Jugend, Familie und Gesundheit, als Leiter der Bildungsoffensive beim Kreis Lippe.
"Die Gruppenarbeit in den jeweiligen Fachgruppen hat bereits erste Früchte getragen", betont Hans Böke. Neben einer notwendigen Bestandsanalyse der regionalen Bildungslandschaft werden die Beteiligten einen umfassenden Bildungsbericht als Grundlage für die weitere Arbeit erstellen. Geplant sind Projekte, die die Übergänge zwischen allen Bildungsstufen weiter verbessern, eine trägerübergreifende Bildungsberatung aufbauen, die gemeinsame Arbeit der Jugendämter unterstützen oder Kinder und Jugendliche für naturwissenschaftlich-technische Themen ebenso wie Wirtschaftsthemen begeistern.
"In den nächsten Wochen wird es wichtig sein, die geplanten Projekte mit den bereits vorhandenen Akteuren zu vernetzen," so Hans Böke.

BUZ: Machen sich an die Bildungs-Arbeit: Das Fachkräfte-Team für die Umsetzung des Programms "Lernen vor Ort" hat der Kreis in einem umfangreichen Bewerbungsverfahren ermittelt. |