„In unseren Überlegungen rund um das Thema berufliche Aus- und Weiterbildung sind wir auf die Rückmeldungen der Wirtschaft angewiesen, um unsere Angebote nicht am Markt vorbei zu planen“, erklärt Heuwinkel. Und wer ist dafür ein besserer Gesprächspartner als Michael Dobbe, der nicht nur Geschäftsführer des bekannten Augustdorfer Glasherstellers Teutoglas, sondern auch der neue Vorsitzende der Wirtschaftsjunioren Lippe ist.
„Die Wirtschaftsjunioren haben mit ihrem Arbeitskreis Bildung & Wirtschaft bereits viele Projekte ins Leben gerufen, um eine Verknüpfung von Berufsleben und Schulalltag herzustellen“, so Michael Dobbe in dem Gespräch. „Dabei dürfen die Projekte nicht nach ersten Ergebnissen im Sande verlaufen, sondern müssen durch persönlichen Einsatz nachhaltig gesichert werden“, betont Michael Dobbe. Diesen Ansatz unterstützt auch Markus Rempe, der Vorstand der lippischen Bildungsgenossenschaft. „Mit dem neuen zdi_Zentrum Lippe.MINT zur Förderung des naturwissenschaftlich-technischen Nachwuchses wollen wir genau dort ansetzen, wo die Betriebe in der Praxis auf technisches Know-How der Arbeitskräfte in der Region angewiesen sind“, erklärt der Bildungsexperte.
Entlang der gesamten Bildungsbiografie eines Menschen, vom Kindergarten bis zur beruflichen Weiterbildung, setzt Markus Rempe deswegen mit dem zdi-Zentrum auf frühe Affinität der Kinder und jungen Menschen für technische Qualifikation und Ausbildung. „Hier wachsen also die Bedürfnisse der Unternehmen mit den Angeboten der Bildungsregion zusammen“, stellt Thomas Wolf-Hegerbekermeier von der Wirtschaftsförderung des Kreises Lippe fest. Wirtschaft und Bildung müssten auch angesichts der demografischen Entwicklung in Lippe künftig stärker miteinander verknüpft werden.
Hier sehen die Beteiligten und Michael Dobbe Punkte einer engeren Zusammenarbeit. „Wir wollen da, wo es sinnvoll ist, unsere Maßnahmen zukünftig noch besser aufeinander abstimmen“, erklärt Dr. Heinrike Heil, die mit der Stiftung Standortsicherung ebenfalls das zdi-Zentrum unterstützt. „Wir wollen keine Doppelstrukturen aufbauen, sondern unsere Projekte so sinnvoll ergänzen“, ergänzt Heuwinkel. „Wir sitzen schließlich alle in einem Boot.“
 BUZ: Wollen künftig in Fragen der beruflichen Bildung enger zusammenarbeiten: (von links) Thomas Wolf-Hegerbekermeier (Kreiswirtschaftsförderung), Markus Rempe (Lippe Bildung eG), Dr. Heinrike Heil (Stiftung Standortsicherung), Landrat Friedel Heuwinkel und Teutoglas-Geschäftsführer Michael Dobbe.
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