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Förderprojekte

2009

Das Projekt „Plan I – Interessen vertreten, Interkulturelle Kompetenz nutzen, Integration fördern“ hat die Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe von sozial benachteiligten und gefährdeten männlichen Jugendlichen zum Ziel. Zielgruppe sind männliche Jugendliche und junge Erwachsene mit Migrationshintergrund im Alter von ca. 14 bis 20 Jahren. Sie werden durch bestehende Freizeit- und Beratungsangebote und auch durch ihre Erziehungsberechtigten kaum mehr erreicht. Sie schließen sich in einer Clique zusammen und verbringen ihre Freizeit an informellen Treffpunkten in der Bad Salzufler Innenstadt. Ein Großteil der Jugendlichen zeigt Verhaltensauffälligkeiten wie Gewalttätigkeit und Straffälligkeit sowie massive Schul- und Ausbildungsprobleme.

Der Zugang zu dieser Gruppe gelingt mittels Straßensozialarbeit und dem Einsatz von Honorarkräften mit gleichem kulturellem Hintergrund wie die Zielgruppe. Die Honorarkräfte besitzen eine umfangreiche interkulturelle Kompetenz und ein großes Empathievermögen gegenüber den Jugendlichen. Sie verstehen es ihren eigenen Migrationshintergrund als Zugang zur Lebenswelt der Zielgruppe zu nutzen und ihre Persönlichkeit als Vorbild, im Sinne der Projektziele, für die Jugendlichen einzusetzen.

Im Projekt fließen Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit, Freizeitpädagogik und Beratungsarbeit zusammen. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen entwickeln gemeinsam mit den pädagogischen Honorarkräften freizeitpädagogische Angebote. Darüber hinaus wird ihnen Unterstützung und Beratung in schwierigen Lebenslagen und Krisensituationen geboten.

Die Stiftung unterstützt das Projekt bei der Umsetzung der von der Gruppe entwickelten freizeitpädagogischen Angebote. So fand am Samstag, dem 31.10.2009, eine Abendveranstaltung im städtischen Jugendzentrum KJH in Knetterheide mit Übernachtung statt. 15 Jugendliche aus dem Projekt waren zwischen 18.00 Uhr am Samstag und 12.00 Uhr am Sonntag dabei. Es fand ein Tischkickerturnier statt. Es wurden DVD´s geguckt, Playstation und Tischtennis gespielt, Musik gehört und die anderen Möglichkeiten des Hauses genutzt. Abends wurde gemeinsam gegrillt, morgens gemeinsam gefrühstückt. Die Jugendlichen haben die Aktion sehr genossen, das Gruppengefühl konnte gestärkt werden und die Honorarkräfte hatten Gelegenheit, die Jugendlichen intensiver kennen zulernen.

In jedem Jahr werden in Deutschland etwa 3.000 Kinder mit schweren körperlichen und geistigen Schädigungen durch Alkohol geboren. Auch Drogenkonsum während der Schwangerschaft kann zu schweren physischen und psychischen Schäden des Ungeborenen führen. Um hier frühzeitig zu sensibilisieren und solchen Problematiken vorzubeugen, hat im Schuljahr 2008/2009 erstmals das Projekt „Baby auf Probe“ an der Erich Kästner-Schule stattgefunden. Teilgenommen haben 13 Schülerinnen der zehnten Klassen. Im Rahmen des Projektes lernten die Schülerinnen, was es bedeutet, 24 Stunden für ein Baby da zu sein, welchen Belastungen man ausgesetzt ist und wie man damit umgeht. Hierzu erhielten sie für mindestens 24 Stunden eine Babypuppe, um die sie sich kümmern mussten. Die Babypuppe ist einem Neugeborenen sehr ähnlich und macht deswegen entsprechende Geräusche wie schreien, weinen und zufriedene Laute. Das Baby muss vollständig versorgt werden, das heißt gewickelt, gefüttert, geschaukelt werden usw. Das Verhalten des Babys wird durch eine Art Computer gesteuert. Dieser zeichnet auch auf, wie mit der Puppe umgegangen wird (Versorgung, Vernachlässigung). Am nächsten Tag erfolgt die Nachbesprechung und die Auswertung der aufgezeichneten Ergebnisse. Die wichtigste Zielsetzung bei dem Projekt ist die Prävention von Überforderung, Kindesvernachlässigung und –misshandlung.

Das Projekt soll zu einer regelmäßigen Einrichtung an der Schule werden, zeitlich ausgeweitet werden und auch Jungen miteinbeziehen. Die Schwierigkeit lag jedoch in der Organisation von sogenannten Babysimulatoren, von denen für den gesamten Kreis Lippe bisher nur zwei zur Verfügung standen. Mit Hilfe der Stiftung konnten vier neue Babysimulatoren, Modelle alkoholgeschädigter und drogengeschädigter Babys sowie mit Schütteltrauma wie auch gebrauchte Babysitze angeschafft werden. Den Jugendlichen kann so anschaulich vor Augen geführt werden, was es heißt, Verantwortung als Eltern zu übernehmen, aber auch welche Konsequenzen Drogenkonsum für das Ungeborene hat.

2007

Da die Kindergärten die Basisarbeit in der Jugenderziehung erledigen, wurden diese zunächst vorrangig angesprochen. Um die aktuelle Lage in den Kindergärten beurteilen zu können, erfolgte eine Abfrage über Zustand, Bedarf und Wünsche bei den Kindergärten in Bad Salzuflen. Anfang des Jahres 2007 wurde entschieden:

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Der Kindergarten "MixMax" in Bad Salzuflen erhielt für die Einrichtung eines Bewegungsraums finanzielle Unterstützung. Weiter Informationen finden Sie in hier.

 


Darüber hinaus beschloss der Beirat im Laufe des Jahres 2007 folgende Aktivitäten zu fördern:
  • musikalische Früherziehung in Kindergärten durch Anschaffung von sechs Musikkisten für die Musikschule Bad Salzuflen
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  • Förderung der Jugendarbeit, insbesondere Einrichtung eines Jugendraumes im Ev. Jugendbüro, Bad Salzuflen

Quick News

12.03.2010  StimmLAGE. Musikprojekt fördert Sozialverhalten

11.03.2010  Wir sitzen alle in einem Boot – Kreis Lippe diskutiert über Bildung mit Teutoglas

11.03.2010  Bilanz Stiftungslehrstuhl Musikalische Hochbegabung

22.02.2010  aktueller Lippeimpuls-Newsletter

12.03.2010  3. zdi-Landeskongress des Innovationsministeriums NRW

18.02.2010  Autorenlesungen mit „Die drei ??? Kids“